Aussichtsplattform

Nie­der­sach­sen ist zweit­größ­ter Sand- und Kies­lie­fe­rant In Deutsch­land. Die Vor­kom­men sind ent­we­der Über­bleib­sel der Saa­le­eis­zeit, wie hier am Bre­li­n­ger Berg oder sind von den Flüs­sen (Harz­flüs­se, Weser und Lei­ne) ange­häuft. Die Kar­te gibt einen Ein­duck von der Anzahl der Kies- und Sand­gru­ben in Nie­der­sach­sen. Jeder Punkt steht für ein Abbau­ge­biet.

„Pro Per­son wer­den in Nie­der­sach­sen jähr­lich 7,5 Ton­nen Sand und Kies abge­baut !“

Über 10 km zieht sich der Bre­li­n­ger Berg ent­lang. In sechs Tage­bau­gru­ben wur­de Kies abge­baut, vier davon sind noch in Betrieb.

Das Kies­werk Negen­born ist das Größ­te am Bre­li­n­ger Berg. Hier wer­den jähr­lich zwi­schen 500.000 und 600.000 t ver­kaufs­fä­hi­gen San­des in den Grö­ßen 0/1 mm, bis 32/x mm geför­dert. Noch bis 2045 darf hier Kies und Sand abge­baut wer­den. Ver­braucht wird der gewon­ne­ne Sand größ­ten­teils in Beton- und Asphalt­mi­sch­wer­ken in der Regi­on Han­no­ver.

Auf Sand gebaut?

Deutsch­land ist auf län­ge­re Sicht noch Selbst­ver­sor­ger bei Sand und Kies. Die Lager­stät­ten bie­ten Roh­stoff für vie­le Tau­send Jah­re. Aber der Abbau führt vor Ort zu Wider­stän­den der Bewoh­ner, die sich gegen den Ein­griff in die Land­schaft weh­ren. Der Ver­brauch lag 2020 bei 262 Mil­lio­nen Ton­nen pro Jahr. Welt­weit steigt der Ver­brauch extrem an. Län­der wie Indi­en und Chi­na ver­brau­chen mit stei­gen­dem Wohl­stand immer mehr Sand. Und der Sand wächst nicht nach. Die natür­li­chen Vor­kom­men sind end­lich.

„Wäre der Sand der Saha­ra eine Alter­na­ti­ve zum Bre­li­n­ger Sand?“

Sanddünen in der marokkanischen Sahara

Beton aus Saha­ra-Sand? Klingt nach einer guten Idee. Das Pro­blem ist, dass der Sand zu fein und zu gleich­mä­ßig ist. Bau­sand ist ein Gemen­ge aus Feinst­sand, Fein­sand, mit­tel­kör­ni­gem Sand und Grobsand. Im Wüs­ten­sand fehlt der Grobsand und der Mit­tel­sand. Der Sand der Saha­ra ist größ­ten­teils Feinst­sand und nicht geeig­net, um das nöti­ge soge­nann­te Stütz­korn für Beton­sand zu lie­fern.

Betonmischer

So sieht der Sand aus Bre­li­n­gen aus. Ein Mischung aus ver­schie­de­nen Korn­grö­ßen, die sich gegen­ein­an­der Halt geben und dafür sor­gen, dass die Bau­wer­ke, die dar­aus gebaut wer­den nicht zusam­men­stür­zen. Ein idea­ler Bau­sand

So sieht Saha­ra-Sand aus Marok­ko aus. Alle Kör­ner sind nahe­zu gleich groß und eher rund­lich. Hier feh­len Ecken und Kan­ten, die inein­an­der­grei­fen kön­nen. So ähn­lich sieht auch feins­ter Sand von den Strän­den der Nord­see aus. Rund und gleich­mä­ßig geformt, von den ewi­gen Bewe­gun­gen der Wel­len. 

Kann man auch mit Wüstensand bauen?

In den Wüs­ten der Erde, der Ata­ca­ma, der Gobi oder der Saha­ra gibt es unvor­stell­ba­re Men­gen an Sand. Was glaubst du, könn­te man damit den hei­mi­schen Bau­sand erset­zen?

Ja, das ist eine nach­hal­ti­ge Quel­le die sehr gut genutzt wer­den kann.

Nein, der Sand ist zu fein und zu gleich­kör­nig und kann nicht zu Bau­sand ver­ar­bei­tet wer­den. Wäre die rich­ti­ge Ant­wort gewe­sen