Klangsteine

Das Stei­ne klin­gen, wuss­ten schon die Men­schen in der Jung­stein­zeit vor rund 7.500 Jah­ren. In Afri­ka form­ten sie Stei­ne in ver­schie­de­nen Län­gen zu ers­ten Litho­pho­nen und mach­ten dar­auf Musik. Eines wur­de zur Expo 2000 neu gebaut und im Park der Sin­ne in Han­no­ver Laat­zen auf­ge­stellt und so klingt es: 

Die Struktur der Kristalle sorgt für bunte Klangfarben.

PolarisiertNatürlich

Gra­nit besteht aus Feld­spat, Quarz und Glim­mer. Die Kris­tal­le sind so groß, dass sie schon bei natür­li­chem Licht mit blo­ßem Auge erkenn­bar sind. Beson­ders gut zu unter­schei­den sind sie unter pola­ri­sier­tem Licht.  So beleuch­tet zeigt sich das indi­vi­du­el­le Farb­spek­trum der ver­schie­de­nen Mine­ra­li­en in bun­ten Far­ben. Gra­nit hat auf­grund der gro­ben Kris­tall­struk­tur eine eher stump­fe Klang­far­be,

PolarisiertNatürlich

Basalt hat eine fei­ne Grund­mas­se. In den dunk­len, grau­en Fel­dern sind ein­zel­ne Kris­tall kaum zu erken­nen. Unter pola­ri­sier­tem Licht erstrah­len nur die hel­len, gro­ßen Kris­tal­le, der dunk­le Haupt­an­teil des Basalts bleibt im Dun­kel. Basalt hat eine fei­ne Kris­tall­struk­tur und damit eine raum­fül­len­de, run­de Klang­far­be.

„Stein­hau­er nut­zen den klang für etwas ganz ande­res“

Achim Hin­ze ist Stein­metz in Han­no­ver und in Bis­sen­dorf. Für ihn steht die Klang­pro­be häu­fig am Anfang sei­ner Arbeit.

Stimmt, oder stimmt nicht?

Die akus­ti­sche Klang­prü­fung, ist ein zer­stö­rungs­frei­es Prüf­ver­fah­ren, das die schnel­le und kos­ten­güns­ti­ge Prü­fung von Werk­stü­cken ermög­licht. Aus­ge­nutzt wird der phy­si­ka­li­sche Effekt, dass ein Kör­per nach Anschlag, z.B. mit einem Ham­mer in cha­rak­te­ris­ti­schen Eigen­for­men und Eigen­fre­quen­zen schwingt.

Das Ver­fah­ren nennt sich Reso­nanz­an aly­se. Es stimmt. Wäre die rich­ti­ge Ant­wort gewe­sen

Das klingt zwar gut, ist aber tota­ler Unsinn.