Was übrig bleibt

Der Sand unter dei­nen Füs­sen, der Find­ling vor dem Du stehst, der Kie­sel, den Du als Hand­schmeich­ler ein­steckst – All das kommt aus dem hohen Nor­den.

Es sind Über­bleib­sel der ältes­ten Gestei­ne Euro­pas, dar­un­ter Gnei­se, Gra­ni­te und Schie­fer die größ­ten­teils bis zu 1,8 Mil­li­ar­den Jahr alt sind. Wind, Wet­ter und Was­ser, Hit­ze und Käl­te haben dar­an genagt und aus Gebir­gen den Bal­ti­schen Schild, das ist der größ­te Teil Skan­di­na­vi­ens, geformt.

Die letz­ten 400.000 Jah­re sind immer wie­der Glet­scher von dort oben nach Bre­li­n­gen vor­ge­sto­ßen, haben Gestein mit­ge­nom­men, vor sich her­ge­scho­ben und hier den Berg auf­ge­türmt. Eine End­mo­rä­ne aus locke­rem Gestein, des­sen Bestand­tei­le Du hier ent­de­cken kannst.

“Glet­scher sind rie­si­ge Gesteins­müh­len, die auch här­tes­te Kris­tal­le klein krie­gen.”

A

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Seltene Findlinge

über 1 m³ Volu­men

Das Inland­eis liegt vor 350.000 Jah­ren wie ein mäch­ti­ger Pan­zer über Nord­deutsch­land. Das Eis bricht gro­ße Fel­sen aus dem Gestein und nimmt sie mit. Schmilzt das Eis blei­ben sie als Find­lin­ge zurück. Der größ­te in Nie­der­sach­sen ist der Gie­bi­chen­stein bei Stöck­se. Er wiegt 330 Ton­nen.

Bre­chen

Absche­ren

Viele Steine

über 63 mm Ø

Der Glet­scher schrammt über Fel­sen und reißt tie­fe Spu­ren ins Gestein. Das Eis nimmt das so ent­ste­hen­de Mate­ri­al mit. Schmilzt der Glet­scher, bleibt eine Grund­mo­rä­ne zurück, die Stei­ne in allen Grö­ßen zurück­läßt, die meist in einem fein­kör­ni­gen Gesteins­mehl gebun­den ist. Geschie­be­mer­gel heißt die­se unsor­tier­te Mischung.

Zer­schram­men

Abschlei­fen

Unmengen Kies

über 2 mm Ø

Der Bre­li­n­ger Berg ist die End­mo­rä­ne, die das abschmel­zen­de Eis vor rund 200.000 Jah­ren zurück­ge­las­sen hat: Kies Sand, Find­lin­ge — alles unsor­tiert. Dazu kommt hier in Bre­li­n­gen noch der Kies der Weser: Sie floss damals in einem sehr brei­ten Fluss­bett am Eis­rand ent­lang, Von Ost nach West. Nicht mehr wie heu­te von Süd nach Nord.

Abspü­len

Abrun­den

Sand, Sand, Sand

über 0,063 mm Ø

Sand ent­steht, wenn grö­ße­re Stei­ne von Was­ser und der Schwer­kraft über einen sehr lan­gen Zeit­raum trans­por­tiert und anein­an­der gestos­sen wer­den. Die Stei­ne bre­chen dann in immer klei­ne­re Stü­cke. Ecken und Kan­ten wer­den nach und nach gerun­det. Der Bre­li­n­ger Sand besteht aus hel­len Quarz­kris­tal­len, Feld­spat­körn­chen und Glim­mer. Das sind Bestand­tei­le, die ihn als Bau­sand so wert­voll machen.

Spal­ten

Bre­chen

Schluff und Ton

0,002 mm Ø und fei­ner

Schluff und Ton sind die kleins­ten Gestei­ne, die hier am Bre­li­n­ger Berg, auf der End­mo­rä­ne, den San­der­flä­chen und vor dem Glet­scher aus­ge­weht wur­den. Die Par­ti­kel sind so win­zig und leicht, dass die kal­ten Win­de, die vom Eis hin­un­ter­we­hen, sie über vie­le Kilo­me­ter ver­teilt haben. Auch das geschah wie­der bestän­dig über vie­le Mil­lio­nen Jah­re, sodass sie sich an bevor­zug­ten Lagen ansam­mel­ten und dicke Sedi­ment­schich­ten bil­de­ten. Die Hil­des­hei­mer Bör­de ist so ein Raum.

Ver­we­hen

Anhäu­fen

Wie schwer ist der Findling, der hier vor euch liegt?

150 Kilo­gramm wäre die rich­ti­ge Ant­wort

690 Kilo­gramm

1,5 Ton­nen